Villingen-SchwenningenVorbereitungen für „9 am Münster“ gehen in die heiße Phase

Der Button-Vorverkauf für das Stadtfest „9 am Münster“ läuft gut, auch die Organisation kommt gut voran. Allein ein neues Sicherheitskonzept könnte Probleme machen.

<p>Start Vorverkauf Stadtfest 9am Münster: Am Samstag haben die Vereine in der Innenstadt mit dem Verkauf der Buttons für das Stadtfest begonnen. Unser Bild zeigt von links Monika Bucher (Stadtmusik), Wolfgang Orsinger (DjK), Manfred Strohmaier (Bürgerwehr), Thomas Streit (Katzenmusik), Meik Gildner (Hexenzunft), Dominik Schaaf (Katzenmusik) und Alexander Heift (Stadtharmonie).<em> Bild: Jochen Hahne</em></p>
Start Vorverkauf Stadtfest 9am Münster: Am Samstag haben die Vereine in der Innenstadt mit dem Verkauf der Buttons für das Stadtfest begonnen. Unser Bild zeigt von links Monika Bucher (Stadtmusik), Wolfgang Orsinger (DjK), Manfred Strohmaier (Bürgerwehr), Thomas Streit (Katzenmusik), Meik Gildner (Hexenzunft), Dominik Schaaf (Katzenmusik) und Alexander Heift (Stadtharmonie). Bild: Jochen Hahne| Bild: Jochen Hahne

4000 war das Ziel. 4000 Buttons wollten die Organisatoren des Stadtfestes 9 am Münster im Vorfeld verkaufen. Genau kann Meik Gildner nicht sagen, wie viele bisher an den unterschiedlichen Vorverkaufsstellen über den Tresen gegangen sind.

Gut 2000 dürften es sein, schätzt Gildner. „Wir sind zufrieden bisher“, sagt er, und: „Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen.“ Ein Button für drei Tage zu einem Preis von fünf Euro, das komme bei den Leuten gut an. Voraussichtlich in der ersten Juli-Woche werden Gildner und sein Team noch einmal an einem Stand in der Innenstadt stehen und die restlichen Buttons verkaufen. Bis dahin ist noch einiges zu tun. „Wir kommen jetzt in die heiße Phase der Vorbereitungen.“

Ehrung für Renate Maier

Beim Landesverbandstreffen der Spielmanns- und Fanfarenzüge in Meckesheim wurde ein Mitglied des Fanfarenzuges der Glonki-Gilde geehrt. Renate Maier bekam für 25 Jahre als aktives Mitglied des Fanfarenzuges die Ehrennadel in Silber überreicht. Eigentlich wollte man die weite Reise wegen eines Tags zuerst nicht antreten, aber als dann klar war, dass die Ehrung beim Stabsführerempfang stattfinden wird, gab es kein halten mehr. Nach der Ehrung fand dann der große Umzug statt und nach dem Einmarsch der Fahnenträger gab der Fanfahrenzug sein bestes auf der Bühne. Trotz der langen Fahrt war es ein wunderschöner und für Renate Maier ein unvergesslicher Tag.

Bericht und Bild: Fanfarenzug Günthner Gabi

Die Villinger Glonkis lassen die Straße beben

Die Zuschauer reihten sich durch die gesamte Bickenstraße bis tief in den Markplatz hinein, als gestern Abend die Glonki-Gilde ihre Fastnacht eröffnete. Jochen Munz, der Sprecher am Bickentor, würzte das gigantische Narren-Spektakel mit einigen kräftigen Aussagen zum Thema Flüchtlinge und Europa.

Europa, das war das diesjährige Motto der Fasnetsuche der Glonkis, die daher die Europaflagge auf das Bickentor projiziert hatten. Zu den Füßen des Turms spielte sich das jährliche Aufmarsch-Szenario der Blau-Weißen ab. Glonkinchen und Majoretten, Blechtrommler und –trommlerinnen, der Fanfarenzug und die Krawazi-Ramblers lassen die Straße unter ihren Trommelgewittern erbeben und sorgen für Gänsehautstimmung.

Mit dabei waren dieses Mal auch fremde Uniformen. Die „Gars de Joux“ aus der französischen Partnerstadt Pontarlier reihte sich in ihren prächtigen Uniformen mit Gewehr und Säbel in die Reihen der Glonkis ein und präsentierte vor dem Bickentor ihr musikalisches Können. Die Historiengruppe ist während der Fasnet zu Gast bei ihren Villinger Kollegen von der Historischen Bürgerwehr und Trachtengruppe unter Leitung von Hans-Joachim Böhm.

In wohlgereimten Versen begrüßte Jochen Munz nach dem traditionellen Feuerregen am Bickentor hoch oben vom Balkon des Tores die Besucher und sonstigen Ehrengäste. Munz versäumte es nicht, der hohen Politik den Narrenspiegel vorzuhalten, in diesem Falle den Europapolitikern und den Nationalregierungen. „Vom Geist Europas ist nicht viel geblieben“, kritisierte Munz das traurige Gerangel um die Flüchtlingsaufnahme in den vergangenen Monaten. „Trotzdem glaube ich fest daran, dass man den Geist noch retten kann“, reimte der Glonki-Sprecher. Den Vorschlägen der „Frau Petry von der AfD“, die deutschen Grenzen nötigenfalls mit Waffengewalt zu sichern, schickten die Glonkis gestern auf ihrer Großleinwand am Bickentor ein klares Stoppschild entgegen.

Nach diesem närrischen Ernst wurde das stets beeindruckende Feuerwerk am Bickentor gezündet. Goldene Feuergirlanden funkelten über dem Bickentor herunter. Dann zog die „junge Fasnet“, der goldige Trommler-Nachwuchs der Gilde durchs Bickentor ein. Die Glonki-Fasnet hat damit begonnen.

Bericht: Südkurier

Glonkiball

Fotos: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote

Volle Punktzahl für den ­Glonkiball 2016! Die Blau-Weiß-Roten trafen mit ihrem Motto „Glonki-Musical-Night“ unter der Regie von Claus Boie und Bernd Armbruster beim Publikum in der Neuen Tonhalle ins Schwarze.
Fotos: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote
Fotos: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote
Fotos: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Villingen. Mit Musik geht alles besser – das weiß jetzt auch die Glonki-Gilde. Gesang und Tanz, gewürzt mit ein wenig gekonnter Politik- und Gesellschaftsschelte kamen an. Die süßen Mädels der Glonkinchen und der Majoretten tanzten nicht nur zu den Musicalshits von „Abba“, „Cats“ und „Die Schöne und das Biest“, sie haben mit Ann-Kristin Albrecht (Glonkinchen) und Tanja Böhm (Majoretten) auch jeweils ein Gesangstalent in ihren Reihen, die mit ihren Stimmen faszinierten und sich eindrucksvoll in Szene setzten.

Für Trommelwirbel und Fanfarenstöße sorgten der Spielmannszug, der das Musical-Motto „Tarzan“ unter der Leitung von Manuel Gross gewählt hatte und der Fanfarenzug von Patricia Hochstein, der ganz im Freddy-Mercury-Style „Queen“ auftrat. Mit der netten Idee, die Geschichte von „My Fair Lady“ auf Villingen zu projizieren, kamen Karina Haug und Ralf Müller an.

Der Phonetik-Professor trainierte der Blumenfrau ihren derben Dialekt ab – „Mein, Gott, jetzt hat sie’s!“. Als Erdhörnchen „Timon“ und Warzenschwein „Pumba“ überraschten Manuel Gross und Patrick Beikirch als Gesangsduo mit Ukulele und auf die Villinger Fasnet umgetexteten Musicalsongs. Ebenfalls musikalisch – wenngleich im Playback – gestaltete Udo Gulli alias Udo Jürgens im weißen Bademantel die Umbaupausen. Die Oldies des Fanfarenzuges tanzten in Schwarz-weiß und zeigten, dass derlei Bühnenaktivitäten nichts mit dem Alter zu tun haben müssen.

Das Publikum kreischte vor Vergnügen beim Video, in dem Nenad Grzan, Tino Mahler und Thorsten Münch sich als schwergewichtige Blech-trommler in ein Cabrio zwängten und sich hernach in die Spittelsänger, Kubon und Reiser, die Dörr-Brüder und in Schwenninger Hansel verwandelten. Nenad setzte als „Aladin“ (Foto oben) noch einen drauf. Mit spitzer Zunge glossierte er das Stadtgeschehen. Für eine neue Stadthalle in Schwenningen zeigte er wenig Verständnis angesichts einer zu kleinen und schlecht beschallten Neuen Tonhalle mit einer Feuertreppe, die „pro Stufe 10 000 Euro gekostet hat. Sind die aus Gold und jede mit einem Kubon-Porträt versehen?“ Die Demonstrationen auf dem Latschariplatz möchte er lieber auf die Weide von Ernst Reiser verlegt wissen, „die ist es ja gewohnt, dass braunes Rindvieh dort seinen Sch…. hinterlässt“.

Ob eine genderpolitisch korrekte Sprache, Vegetarier und Thermomixköche – sie alle bekamen zur Freude des Publikums ihr Fett weg. Der klassische Schlusspunkt beim Ball der Glonkis ist das Männerballett. Die Herren hatten sich – in Strapsen und Muskel-Shirt – für ihren Auftritt das legendäre Musical „Rocky Horror Picture Show“ ausgesucht.

Bericht: Schwarzwälder Bote

Neues Prinzenpaar regiert den Ball

 

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Villingen-Schwenningen. Ein neues Prinzenpaar und mit Michael Reichenberger ein neuer Ballregisseur – beim Kinderball der Glonkigilde gestern Nachmittag in der ausverkauften Neuen Tonhalle in Villingen war manches anders als bisher, vieles aber so, wie es Akteure und Zuschauer in 37 Jahren lieb gewonnen haben. „Sebastian, komm schnell, der Saal ist voll“, rief die neue Prinzessin Ann-Marleen Dammert ihrem Prinzen Sebastian Boie zu. Die beiden Neunjährigen hatten nach dem Einmarsch zusammen mit den Jung-Blechtrommlern bereits alle Hände voll zu tun. Es waren Orden zu verteilen an all jene, die seit zwei, fünf und zehn Jahren aktiv dabei sind: Linus Garcia, Severin Senn, Laura Nantes, Simo Strobel, Sophie Beikirch (zwei Jahre), Lena Lotenzen, Marissa Jerchel, Ann-Marleen Dammert, Robin Herrmann, Julius Peter, Alessio Gulli, Sebastian Boie, Dominik Deimling, Laura Wälde, Paula Maier, Lukas Gross, Niklas Lott, Vivienne Arno, Lukas Fieser, Torben Schweizer, Arian Wehrle, Adrian Kienast, Jannis Juolt, Lein Nirwing, Jacqueline Düll (fünf Jahre), Fabienne Bangert, Maren Dörr und Annika Kienzler (zehn Jahre).
Das neue Prinzenpaar, Prinzessin Ann-Marleen und Prinz Sebastian hatten beim Kinderball der Glonkis gestern alle Hände voll zu tun.

Nach dem Ausmarsch ging es rund auf der Bühne. Biene Maja (Alessia Del Grosso) und ihr Freund Willi (Annemie Werner) führten durch das bunte Programm der Mini- und Midi-Glonkinchen, dem Spielmannszug von Manuel Gross mit den Majoretten, den kleinen „Bad Boys“, dem Fanfarenzug sowie der Gäste, der Gruppe „Gym-Dance“ aus Niedereschach und dem Nachwuchs der Weilersbacher Epfelschittler. Schon mit vier Jahren kann sich der Glonki-Nachwuchs aktiv an der Fasnet beteiligen – zum Beispiel als Trommler. Carmen Tadday und Helge Lorenzen kümmern sich ums Krachmachen.

Ausverkauft – das wäre die Glonki-Gilde gerne auch bei dem Ball der „Großen“ am Donnerstag in der Neuen Tonhalle.

Für Freitag gibt es keine Karten mehr, am Donnerstag liegen noch welche an der Abendkasse. Das Motto in diesem Jahr: „Die Glonki-Musical-Night“.

Bericht: Schwarzwälder Bote

Glonkis bieten Kinderball und Musical-Nacht

Freuen sich auf die drei Glonki-Bälle in der Neuen Tonhalle, für die es am Samstag Karten im Vorverkauf gibt: Gildemeister Arwed Dammert (links) und Claus Boie mit den Nachwuchs-Glonkis Carolin Boie und Prinz Sebastian Boie. Foto: Zieglwalner Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Villingen (maz). Endspurt vor den närrischen Tagen ist bei der Villinger Glonki-Gilde angesagt: Der Kartenvorverkauf für die zwei Glonki-Bälle und den Kinder-Glonkiball in der Neuen Tonhalle steht morgen, Samstag, von 9 bis 12 Uhr im Hotel Romäus in der Warenburgstraße an.
Ein buntes Spektakel versprechen die Ballregisseure Bernd Armbruster und Claus Boie sowie Gildemeister Arwed Dammert sowohl für die beiden großen Bälle am Schmotzigen Dunschtig, 4. Februar, und am Freitag, 5. Februar, ab 20.10 Uhr als auch für den Kinderball, der bereits am Sonntag, 31. Januar, ab 13.30 Uhr steigt.
 Ein besonderes Erlebnis mit Tanz, Show und Gesang, gespickt mit einigen Sprechauftritten, erwarte die Besucher bei der „Glonki Musical Night“, betont Boie, denn das Team steige tatsächlich in das Genre ein. „Da gibt es alles von Dramatik über Vergnügen bis zu Romantik.“ Mit von der Partie sind wieder alle Züge und Gruppen, die ein „Blau-weißes Musical“ auf die Bühne bringen, erzählt Boie. Schon im Juni hat er sich zusammen mit seinem Kollegen an die Vorbereitungen gemacht, so dass jetzt ein Programm mit 16 Nummern neben den traditionellen Elementen wie dem Einmarsch oder dem Gardetanz steht.
Zwei Sängerinnen präsentieren Musicalsongs, es gibt Parodien auf die Kommunal- und die Deutschlandpolitik, ebenso natürlich viel Musik. Mehr wollen Dammert und Boie jedoch nicht verraten. Aber eines ist sicher: Nach der Show ist es noch lange nicht vorbei, die hauseigenen Glonki-DJs sorgen für gute Stimmung und Tanz bis in die frühen Morgenstunden.
Eine Party voller guter Laune erwartet auch den Nachwuchs beim ersten Kinderball unter der Regie von Michael Reichenberger. Natürlich gibt es wieder Klamauk, Tänze der Majoretten und einen Beitrag der Publikumslieblinge „Bad Boys“. Prinz Sebastian Claus Boie und Prinzessin Ann-Marleen Dammert treten auf. Und zwei Gastgruppen haben ihren Besuch angekündigt. Zudem lockt wieder die große Tombola mit tollen Preisen.
Dammert und Boie rechnen bei allen Bällen mit einem vollen Haus, so dass es sich lohnt, zum Kartenvorverkauf zu kommen. Für den Glonki-Ball am Freitag sind nur noch Restkarten erhältlich. Bessere Chancen bestehen für die Premiere am Schmotzigen. Reservierungen für die Abende und den Nachmittag nimmt Glonkivatter Günter Reichenberger bis Samstag unter Telefon 0173/3 45 94 87 entgegen. Restkarten gibt es an der Tages- und Abendkasse.
Bericht: Schwarzwälder Bote

Krawazi-Ramblers proben für Fasnet

Darunter vier neue Musikstücke. Hierbei wurde keines der 16 Neumitglieder geschont, alle waren in ihren Registern gefordert und gaben sich dem Takt der musikalischen Leitung von Thomas Rapp und Jens Bergmann hin. Nach den Proben der Villinger Guggenmusik sollte allerdings auch der Spaß nicht zu kurz kommen und so wurden Alisa Rapp, Corinna Reich, Annalena Schmidt, Pascal Schmider, Lukas Betsch und Pascal Gross vom neugegründeten Tauf-Ausschuss getauft. Die Täuflinge bewiesen mit vollem Körpereinsatz echte Rambler-Qualitäten. Den Mitgliedern wurde außerdem ein Film und eine Gesangseinlage von ihren jüngsten Schlagzeugern Niklas Bendel und Felix Rapp geboten. Hierfür gab es für die Schlagzeuger jubelnden Applaus. Ob sich an diesem Probewochenende alle Mühen gelohnt haben, davon dürfen sich Öffentlichkeit, Sponsoren und Fans der Gruppe in Kürze selbst überzeugen. Pünktlich zur Fasnet wird es auch eine neue CD der Krawazi-Ramblers geben, diese wird im Café Dammert in Villingen oder bei der ersten Zugleiterin, Barbara Preisinger, Telefon 07708-919622 erhältlich sein. Bei den Tonaufnahmen wurden die Krawazi- Ramblers von Stefan Wassmer unterstützt.

Infos im Internet:

www.krawazi-ramblers.de

Bericht: Südkurier

Die Trommler sind wie eine Familie

Auf einen Kaffee mit Helga Dufner, die als Trommlermutter als einzige Frau mit den Blechtrommlern der GlonkiGilde unterwegs ist.

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Helga Dufner, Trommlermutter bei den Blechtrommlern, stöbert bei einem Kaffee mit SÜDKURIER-Redakteurin Claudia Hoffmann (rechts) im Narrenspiegel der Glonki-Gilde und berichtet darüber, wie sie als einzige Frau zu den Blechtrommlern gekommen ist. Helga Dufner, Trommlermutter bei den Blechtrommlern, stöbert bei einem Kaffee mit SÜDKURIER-Redakteurin Claudia Hoffmann (rechts) im Narrenspiegel der Glonki-Gilde und berichtet darüber, wie sie als einzige Frau zu den Blechtrommlern gekommen ist. | Bild: jochen hahne

Wie kommt man als Frau zu den Blechtrommlern der Glonkigilde?
Sprichwörtlich wie eine Jungfrau zum Kind. Wir saßen in fröhlicher Runde zusammen mit einem Tambour der Blechtrommler. Der sagte zu mir, ich sei eine Lustige, er mache mich zur Trommlermutter, da ich zu der Gruppe passen würde. Das war vor über 26 Jahren und solange begleite ich die Blechtrommler. Ich hatte vorher auch mit den Glonki zu tun: Meine Tochter Elke Beck ist bei den Trommlerwiebern und ist jetzt Ehrentrommler-Wieb.

Was ist Ihre Funktion, was macht eine Trommlermutter?
Wenn Fasnet beginnt, haben wir sechs Proben zum Singen. Das machen wir im Stüble. Wir hatten jetzt vor Weihnachten schon zwei Termine. Da bin ich natürlich dabei, ich singe mit, trage aber keine schwere Blechtrommel, sondern habe meine Schlegel zum Trommeln. Ich begleite die Blechtrommler ab Freitag nach dem Schmotzige Dunschdig bei ihren Touren. Dann geht es am Sonntag weiter in den Stüble. Später geht es natürlich zur Glonkisuche beim Bickentor. Früher habe ich sogar für die Trommler in der Nacht auf Montag noch Lachsbrötchen gemacht. Die Brötchen waren mit Lachs belegt, den mein Mann aus Urlauben in Alaska mitgebracht hat. Aber auch heute bekommen die Trommler bei den Proben ein Vesper von mir. Auch am Dienstag beim großen Umzug bin ich dabei. Auch unterm Jahr sieht man sich und hält den Kontakt. Ich gehöre einfach fest zur Truppe dazu.

Was haben die Männer damals gesagt, als da auf einmal eine Frau dazu kam?
Die Gruppe war einverstanden und fand die Idee klasse. Ich werde immer mit Küsschen begrüßt und das gefällt mir natürlich. Es gibt auch immer einen Tusch, wenn sie mich sehen. Das macht soviel Spaß mit den Blechtrommeln,ich genieße die Geselligkeit und die Harmonie mit ihnen.

Was bedeutet Ihnen die Fasnet?
Wir sind schon von Kind an mit der Fasnet aufgewachsen. Meine Mutter war Villingerin, auch meine Kinder waren immer beim Umzug dabei. Sogar meine beiden Enkelkinder vom Bodensee freuen sich riesig auf die Fasnet und sind bei der Zunft dabei. Also Fasnet hat immer eine große Bedeutung bei uns gehabt. Für mich ist die Fasnet ein Höhepunkt im Jahr. Es hat sich im Laufe der Jahre schon vieles verändert, früher gab es mehr Straßenfasnet. Heute spielt sich mehr in den Stüble ab.

An was für ein besonderes Ereignis können Sie sich in den 26 Jahren erinnern?
Letztes Jahr habe ich mein 25-jähriges Jubiläum bei den Blechtrommlern gefeiert. Da habe ich ein Fest organisiert für meine Trommler, Ehrentrommler und Freunde. Ich habe ein Wappen geschenkt bekommen und zur Fasnet schon einen wunderbaren Hut. Ein Zünftler, der Gasttrommler war, hat sogar ein Porträtbild von mir gemalt. Das war ein wirklich rauschendes Fest.

Begleiten Sie die Trommler auch auf auswärtigen Ausflügen?
Da bin ich nicht dabei, alles kann man einfach nicht machen.

Wo kann man Sie denn am großen Umzug am Dienstag sehen?
Da bin ich auf dem Ehrentrommlerwagen und stehe oben in der Bütt und werfe die Sachen aus. Ich kenne viele Leute und die warten darauf, dass ich die Süßigkeiten, Trommlerwässerle, Landjäger und Brezeln auswerfe. Viele verraten mir genau, wo sie am Straßenrand stehen.

Wie fühlen sie sich bei den Glonkis?
Das ist ein wunderbarer Verein, eine super Truppe, ich freue mich immer, wenn ich alle sehe. Wir treffen uns einmal im Monat auf einen Stammtisch. Ich bin auch privat bei Hochzeiten und Festen eingeladen. Zum Teil kenne ich die Väter der Trommler noch, das sind mehrere Generationen. Das ist schon fast wie eine Familie, vor allem wenn sie zu mir Mame sagen.

Zur Person
Helga Dufner ist 79 Jahre alt und ist gebürtige Villingerin. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder und zwei Enkel. Sie ist begeistert von der Fasnet. Fit hält sie sich mit Laufen und regelmäßigen Besuchen bei den Enkeln, die in Überlingen wohnen.(cho)

 

Bericht: Südkurier

Ab Samstag verteilt die Glonki-Gilde den Narrenspiegel

Lustige Missgeschicke, skurrile Anekdoten und Rätsel – alles in Reimform – gibt es ab dem morgigen Samstag wieder zu lesen. Denn dann verkauft die Glonki-Gilde ihre Fasnetszeitung, den Narrenspiegel.

Bei einem Besuch in der SÜDKURIER-Redaktion stellte das Redaktionsteam die Zeitung vor. 1800 Exemplare sind gedruckt, ab morgen werden sie für 2,50 Euro unter die Villinger gebracht. Einerseits ziehen die Glonkis von Tür zu Tür, andererseits ist der Narrenspiegel am Stand auf dem Latschariplatz erhältlich. Von 9 bis 15 Uhr können an dieser Stelle sowohl die Karten für die Glonki-Obede am 4. und 5. Februar für 12 Euro als auch für den Kinderball am 31. Januar vorbestellt werden. Außerdem gibt es dort die Buttons für die Kneipenfasnet in der Seniorenresidenz. Das Narrenspiegel-Team hat in bewährter Zusammensetzung im vergangenen Jahr wieder fleißig Geschichten gesammelt und natürlich gesteckt bekommen. Von links: Katja Engelhard, Jenny Schneider, Susanna Kurz (SÜDKURIER), Claudia Hoffmann (SÜDKURIER), Daniela Müller, Miriam Uhrig, Sybille Singler, Holger Bögelsack-Singler, Carmen Tadday und Arwed Dammert. Vorne Christa Kunzelmann und Tanja Schreiber. (suk)

Bericht: Südkurier

Villinger Glonkis laden ein

Am Schmotzige Dunschtig findet traditionell der Glonkiball statt Der 4. und 5. Februar steht unter dem Motto „Die Glonki Musical Night“

Man kennt den Termin seit Jahren und viele fasnetnärrische Villinger haben ihn im Kalender stehen, den großen Glonkiball, der traditionell immer am Schmotzige Dunschtig und am darauf folgenden Freitag stattfindet. In diesem Jahr, wenn am 4. und am 5. Februar jeweils um 20.11 Uhr das große Ballspektakel beginnt, stehen Musik und Tanz im Mittelpunkt des Geschehens. Musik aus vielen bekannten Musicals – mehr wolle man nicht verraten, sagen die beiden für die Regie der Ballabende verantwortlichen Claus Boie und Bernd Armbruster, die am vergangenen Freitag, gemeinsam mit Gildemeister Arwed Dammert, den SÜDKURIER besuchten. Auf jeden Fall erwarte die Gäste der beiden Bälle ein buntes Programm mit viel Musik und Show. Im Moment laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Allein mit dem Kulissen- und Bühnenbau sind aktuell mehr als 10 Mitglieder beschäftigt.

Mehr als 200 Akteure werden an beiden Abenden auf der Bühne sein. „Wir wollen unser Publikum ein wenig überraschen“, sagt Arwed Dammert jetzt vielsagend vorab. Für die Darsteller beginne jetzt die heiße Phase, fast täglich sei man unterwegs, um die Sprechbeiträge zu checken und an den Auftritten zu feilen. Der Vorverkauf für beide Bälle findet am 30. Januar ab 9 Uhr im Hotel Romäus statt.

Am 16. Januar stehen die Glonkis in der Villinger Innenstadt auf dem Latschariplatz, um die Glonkizeitung zu verkaufen. Bereits eine Woche vor dem Fastnachtswochenende sind alle Kinder wieder eingeladen, den Kinderglonkiball zu besuchen. Mit dabei Prinz Sebastian Claus Boie und Prinzessin Ann-Marleen Dammert. Der Ball startet am 31. Januar um 14 Uhr in der Neuen Tonhalle. Auch für die beliebte Veranstaltung für Kinder und Eltern erhält man am 30. Januar Karten im Vorverkauf. Auch hier wird ein buntes Programm geboten mit Mini- und Midimajoretten und den Bad Boys.

Bericht: Südkurier

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